
 |
Kinder trauern anders
Nicht erst zur Weihnachtszeit ist es uns ein Anliegen, etwas von unserem Erfolg zurückzugeben. Aber wem? Diese Frage zu beantworten fiel uns anfangs schwerer als gedacht, denn obwohl wir uns in der Region engagieren wollten, wurde die Auswahl an unterstützungswürdigen Organisationen dadurch nicht geringer. Für uns war klar, dass wir uns für die Kleinen und Schwachen unserer Gesellschaft einsetzen wollen. Deswegen haben wir uns für den Verein Trauerland - Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche e. V. entschieden.
Trauerland betreibt seit 12 Jahren Pionierarbeit, steht Kindern in einer schweren Zeit zur Seite. Denn Kinder trauern anders. Erwachsenen fällt das oft schwer zu verstehen. Kinder springen in ihre Trauer hinein oder aus ihr heraus. Schweigen oder verlieren sich in ihr. Kinder drücken Trauer nicht immer in Worten oder Weinen aus, sondern oft im Spiel oder beim Malen. Kindern, die unter der schweren Last des Verlustes eines Angehörigen oder schlimmer noch, des Suizids eines Elternteils zu leiden haben, hatten bisher keinen Raum für Trauer, keine fachlich spezialisierte, psychologische Hilfe. Die eigenen Bezugspersonen sind mit dem Tod des Angehörigen überfordert und Pädagogen in Schule oder Kindergarten sind im Umgang mit trauernden Kindern nicht ausgebildet und durch das heutige Arbeitsumfeld meist überlastet. Die Kinder wurden allein gelassen.
Trauerland ist ein geschützter Raum, ein erprobtes Konzept der Trauerbegleitung und hat achtsame Begleiter, wie z. B. Pädagogen, Psychologen und geschulte Ehrenamtliche. Bei seiner Arbeit ist Trauerland selbst auf Hilfe angewiesen. Das Problem: Trauerbegleitung für Kinder fehlt die wissenschaftliche und gesellschaftliche Anerkennung. Der Tod ist ein Tabuthema in unserer Gesellschaft und so fehlt Trauerland die eigentlich notwendige Unterstützung durch Krankenkassen oder staatliche Institutionen. Dabei schließt Trauerland eine große Lücke. Themen wie häusliche Gewalt, Sucht etc. werden von öffentlichen Einrichtungen betreut und/oder durch Leistungen z. B. der Krankenkassen in Ihrer Behandlung unterstützt. Als Folge fehlt Trauerland die notwendige Sockelfinanzierung.
Weil wir von der Wichtigkeit dieser Arbeit überzeugt sind, unterstützen wir Trauerland und helfen dort, wo Hilfe wirklich gebraucht wird. Bereits seit Mitte des Jahres stellen wir mit unserer Dienstleistungs-Spende eine moderne EDV- und Telekommunikationsinfrastruktur für den gemeinnützigen Verein.
Werden auch Sie Trauerland-Unterstützer. Übernehmen Sie zum Beispiel eine Raumpatenschaft oder die Patenschaft über einen Betreuungsplatz oder helfen Sie mit einer Spende. Sprechen Sie uns an oder wenden Sie sich direkt an Frau Dr. Zühlsdorff von Trauerland.
Bild (v. l. n. r.): Dr. Diana Zühlsdorff (Geschäftsführerin Trauerland), Ihno Jürjens (Geschäftsführer Comp-Pro), Karin Gerdes (Geschäftsführerin Comp-Pro), Beate Alefeld-Gerges (Vorstand Trauerland und Trauerland Gründerin)
|